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Notfalldose – Ein fester Platz für Daten im Ernstfall

Im Notfall muß es schnell gehen. Foto: Christian Schwier
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Dresden – Beinahe täglich werden Rettungssanitäter und Ersthelfer zu einem Notfall ins private Haus gerufen. Aber die entscheidenden Daten zur Gesundheitssituation des Patienten nicht sofort in Erfahrung zu bringen. Schlimmstenfalls ist der Patient bewusstlos oder kann in der Stresssituation nicht die nötigen Auskünfte geben. Angehörige sind im Ernstfall nicht vor Ort oder können nicht erreicht werden. Deshalb empfiehlt es sich, eine Notfalldose zu platzieren. Und, auch wenn es kurios klingt, sind alle Rettungssanitäter darüber informiert, dass eine Notfalldose  ihren festen Platz hat:  in der Kühlschranktür. Das ist die Regel. So können die Rettungskräften eine Notfalldose mit allen wichtigen Informationen im Haushalt schnell finden. Da jeder Haushalt einen Kühlschrank besitzt, wurde diese Position für die Notfalldose allgemein festgelegt. Außerdem ist es den Einsatzkräften nicht gestattet, an Schubfächer oder in Schränke zu gehen und nach Informationen zu suchen. Daher gilt eine einheitliche Regelung: Die Notfalldose mit allen wichtigen Gesundheitsinformationen gehört in die Kühlschranktür.

Notfallinformationen – so handeln Sie richtig

Im Notfall zählt jede Sekunde. Die Rettungskräfte kennen den Notfallpatienten nicht und benötigen dringend Informationen über aktuelle Medikamente, die der Patient einnimmt, ob eine Patientenverfügung vorliegt oder welche Blutgruppe der Patient hat. In der weiß-grünen Dose werden diese Informationen per Hand notiert und hinterlegt. Mit einem Aufkleber „Notfalldose“ an der Innenseite der Haus- oder Wohnungstür und auf dem Kühlschrank werden die Sanitäter informiert, dass die Notfalldose vorhanden ist. So geht keine wertvolle Zeit verloren und die Daten sind sofort und ohne technische Schwierigkeiten verfügbar. Notiert werden sollten auch Vorerkrankungen sowie Handynummern und Erreichbarkeiten von nahen Angehörigen oder Bekannten. Neue Erkrankungen, wichtige operative Eingriffe (Implantate oder Schrittmacher) oder auch Therapien können jederzeit per Hand nachgetragen werden, so bleiben die Informationen in der Notfallbox immer aktuell. Ein Vordruck für die notwendigen Daten sowie zwei Aufkleber liegen der SOS-Dose bei.

Die Notfalldose…

…eignet sich nicht nur für alleinstehende Personen und Senioren mit Vorerkrankungen, sondern kann für alle Freunde und Angehörige ein nützliches Geschenk sein. Da keine Elektronik erforderlich ist, kann jeder Mensch mit dem Rettungsset einfach umgehen und seine persönlichen Notfallpapiere hinterlegen.

Anette Rietz

SZ-Lebensbegleiter Tipp:

Was gehört noch in die Notfalldose?

  • Bewahren Sie in der Notfalldose auch den Beipackzettel Ihrer Medikamente auf oder teilen Sie mit, wo sich die Medikamente befinden und auch wer Ihr Hausarzt ist.
  • Sollte der Abtransport in ein Krankenhaus plötzlich erfolgen, sind Informationen zu im Haushalt lebenden Haustieren oder Personen ratsam, die eventuell in Ihrer Abwesenheit versorgt werden müssen.
  • Eine Notfalldose gibt es in allen DDV-Lokalen zu kaufen. Inhaber der SZ- und MOPO-Card oder der Mopo-Card erhalten die Notfalldose in allen DDV-Lokalen zum Preis von 4,95 Euro (statt 5,95 Euro). In der Notfalldose sind zwei Aufkleber sowie das Infoblatt mit den SOS-Notfalldaten enthalten.
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