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Hochaltrige wollen sicher und selbständig leben

Modebewußter älterer Herr mit knallig bunter Anzugjacke und Sonnenbrille und buntem Hintergrund.
Viele Menschen über 80 Jahre möchten aktiv und selbstbestimmt am Leben teilhaben. Foto: AdobeStock/oneinchpunch
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Deutschland– Im Juli ist der vom Bundesseniorenministeriums (BMFSFJ) geförderte neue Bericht der Studie „Hohes Alter in Deutschland“ erschienen. Um zielgerichtete politische Maßnahmen für Menschen über 80 Jahre gestalten zu können, sei es wichtig, ihren Unterstützungsbedarf und die konkreten Wünsche für ihren Lebensalltag zu kennen. Hierzu fehlten bislang repräsentative Daten. Der nun vorliegende Bericht des D80+-Projektes analysiert erstmals Angaben von über 10.000 zufällig ausgewählten Menschen ab 80 Jahren, die zwischen November 2020 und April 2021 befragt wurden. Auch 618 hochaltrige Sachsen haben an der Studie teilgenommen.

Sichere Umgebung, Selbstbestimmung und Traditionen sind wichtig

Der neunte Kurzbericht im Rahmen der Studie „Hohes Alter in Deutschland“ (D80+) beschäftigt sich mit Werten und Wünschen Hochaltriger. Er kommt zu dem Ergebnis, dass eine sichere Umgebung, Selbstbestimmung und Traditionen den meisten Hochaltrigen für ihr Leben wichtig sind. Ebenso möchten sie Verantwortung für andere – vor allem jüngere Generationen – und die Umwelt übernehmen.

Hochaltrige wollen aktiver Teil der Gesellschaft bleiben

Bundesseniorenministerin Lisa Paus fasst wie folgt zusammen: „Der Bericht macht deutlich: Über 80-jährige Menschen wollen selbst bestimmen, wie sie leben. Sie wollen ein aktiver Teil der Gemeinschaft sein und bleiben. Und sie wollen die Gemeinschaft in ihrem Lebensumfeld mitgestalten und ihren großen Erfahrungsschatz mit anderen teilen. Die Befunde bestätigen, dass Menschen über 80 überwiegend zufrieden sind mit ihrem Leben. Es gehört wohl zum Leben dazu, wenn viele von ihnen das Gefühl haben, dass ihre Wertvorstellungen nicht mehr mit denen der Gesellschaft übereinzustimmen scheinen.

“ Als sehr beachtenswert sieht Paus das Miteinander zwischen jungen und alten Menschen und die gegenseitige Unterstützung, die sich viele der über 80-Jährigen für die Bewältigung ihres Alltags wünschen. „Hierfür helfen Ideen, Angebote und Räume für unser Miteinander. Deshalb fördern wir zum Beispiel die Mehrgenerationenhäuser (nach PLZ geordnet), in denen sich alle Generationen begegnen, den DigitalPakt Alter, der digitale Begegnungen möglich macht sowie viele weitere Angebote, wie beispielsweise ein Projekt der Malteser, das gezielt auch Hochaltrige zum Engagement ermutigt.“

Zur Vertiefung der Thematik „Alterseinsamkeit“ empfehlen wir auch unseren Artikel „Einsam? Oder nur schlecht vernetzt?“.

Anette Rietz

SZ-Lebensbegleiter Tipp:

Interessante Ergebnisse liefern auch vorangegangene Studien D80+, die vom Bundesseniorenministerium gefördert werden. Die Kurzberichte können sie hier nachlesen:

– zur Lebenssituation Hochaltriger während der Covid-19-Pandemie

– zur Altersarmut

– zur gesundheitlichen Lage

– zur Einsamkeit im hohen Alter

– zum sozialen Netzwerk und zur sozialen Unterstützung

– zur digitalen Teilhabe

– zur Versorgung von Menschen mit Demenz

– zu Alltagskompetenzen und Wohnumfeld

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