Erste Hilfe für Hobbybastler

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Erste Hilfe für Hobbybastler

Gerade während der Pandemie boomt DIY oder auch „Do it yourself“. Doch beim privaten Werkeln mit Zange, Hammer und Säge kommt oft die Sicherheit zu kurz.
Autsch! Gerade an den Händen verletzten sich Heimwerker leicht. Schutzhandschuhe können hier oft vorbeugen. Foto: djd/Hermes Arzneimittel/jackfrog - stock.adobe.com
Autsch! Gerade an den Händen verletzten sich Heimwerker leicht. Schutzhandschuhe können hier oft vorbeugen. Foto: djd/Hermes Arzneimittel/jackfrog - stock.adobe.com

Laut dem „Deutschen Kuratorium für Sicherheit in Heim und Freizeit  ereignen sich rund 300.000 Unfälle pro Jahr beim Heimwerken. Häufig sind Schürf- und Schnittwunden, aber auch Quetschungen, Stiche und Fremdkörper in der Haut sowie Verbrennungen. Hobby-Bastler sollten hier gut vorbeugen. 

Gute Planung erhöht die Sicherheit

Warum hetzen? Ein Hobby soll vor allem Spaß machen. Das beginnt damit, sich Zeit und Ruhe für die Arbeit zu nehmen und nicht zu improvisieren. Für den Eigenschutz bei der Heimarbeit sind Kleidung ohne flatternde Zipfel oder Fransen und feste Schuhe die Basis. Gut sitzende Arbeitshandschuhe – und je nach Bedarf ergänzen Schutzbrille, Helm, Staubmaske oder Ohrenschützer das Outfit. Beim Werkzeug gilt: Qualität vor Quantität. Es sollten nur intakte, sicherheitsgeprüfte Geräte verwendet werden – und diese nur für den Zweck, für den sie auch bestimmt sind. Gerade DIY-Einsteiger lassen sich beim Kauf am besten im Fachhandel beraten. Vor der ersten Inbetriebnahme ist die Gebrauchsanleitung gründlich zu studieren. Wird ein Gerät gerade nicht gebraucht, immer den Netzstecker ziehen und es ordentlich wegpacken.

Erste-Hilfe aus der Hausapotheke

Um die Gefahr von Stürzen zu minimieren, sollten bei Arbeiten in der Höhe ausschließlich sichere Tritte, Leitern oder Gerüste zum Einsatz kommen. Leitern verfügen heutzutage auch über Geländer oder breitere Stufen, dies erhöht die Sicherheit. Für den Fall der Fälle ist außerdem ein gut ausgestatteter Erste-Hilfe-Kasten ein Muss. Er sollte neben Pflastern, Verbandszeug, Schere und Pinzette ein Antiseptikum wie Betaisodona Salbe oder Lösung enthalten, denn selbst kleine Wunden können sich leicht entzünden. Der enthaltene Wirkstoff Povidon-Iod bekämpft 99,9 Prozent aller relevanten Keime, und die alkoholfreie Rezeptur brennt nicht auf der Haut.

Kleine Wunden selbst versorgen

Wer sich trotz Vorsichtsmaßnahmen etwas geschnitten, geschürft, gequetscht oder verbrannt hat, geht am besten in drei Schritten vor: reinigen der Wunde mit fließendem Wasser oder steriler Kochsalzlösung, sorgfältig desinfizieren und schließlich mit einem Pflaster oder Verband schützen. In den folgenden Tagen sollte die Wunde gut beobachtet werden. Färbt sich die Jodsalbe von Braun zu Gelb, kann das Desinfizieren wiederholt werden. Bei tiefen, stark blutenden Wunden oder Komplikationen bei der Heilung ist immer ein Arzt aufzusuchen.

AR, djd

SZ-Lebensbegleiter Tipp:

  • Ein gutes Mittel zur Wundversorgung ist beispielsweise Betaisodona  als Salbe oder Lösung. 

Welche Pflanzlichen Heilmittel unterstützen die Wundheilung?

Zinkpaste: Der Wirkstoff Zinkoxid vermindert die Narbenbildung ist ist entzündungshemmend

Arnika: Arnikablüten wirken als Wundkraut schmerzlindernd und entzündungshemmend. Salben oder Globuli (Kügelchen) helfen auch bei Blutergüssen und Verstauchungen.

Honig: Der süße Aufstrich ist nicht nur für das Butterbrot oder das Versüßen von Tees geeignet. Die antiseptische und entzündungshemmende Wirkung nutzten schon die alten Ägypter.

  • Bei Schnittwunden gilt es zunächst, die Blutung zu stillen, indem man eine saubere Kompresse auf die Wunde drückt. Achtung! Verbrennungen oder Verbrühungen dürfen nur oberflächlich sein, wenn man sie selbst versorgen will. Blasen sollen sich noch nicht gebildet haben.
  • Damit sich nichts entzündet, sollten auch kleine Wunden immer gut gereinigt, desinfiziert und mit einem Pflaster geschützt werden. Lesen Sie auch unseren Beitrag zur Hausapotheke!
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Veröffentlicht am: 28 Okt 2021