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Tom und Detlef Jacob vom IBis-Hotel
Hoteldirektor Tom Jacob veranschiedet seinen Vater Detlef Jacob in den Ruhestand. Foto: Eric Münch

44 Jahre am IBIS-Herd

DRESDEN – Er hat nie etwas anbrennen lassen: 44 (!) Jahre stand Chefkoch Detlef Jacob (63) unfallfrei im Ibis-Hotel „Bastei“ auf der Prager Straße am Herd. Er hat unter elf Direktoren gekocht – zuletzt unter seinem Sohn Tom Jacob (35). Der Junior verabschiedete nun den Vater in den wohlverdienten Ruhestand.

„Das Ibis-Interhotel war 1980 nach der Lehre im Parkhotel auf dem Weißen Hirsch mein erster Job“, gesteht Jacob – er blieb dem Haus über vier Jahrzehnte treu. „Interhotels waren das hohe C. Da konnte man mit anderen Lebensmitteln kochen. Es gab das ganze Jahr über Obst und Gemüse. Nicht immer, aber öfter als im Konsum hatten wir Ananas und Bananen“, erinnert sich Jacob. „Am liebsten habe ich schon immer Geflügel und deftige Sachen zubereitet.“ Wo heute der Outlet-Store TK Maxx ist, befand sich zu DDR-Zeiten der Speisesaal für die Gäste der Ibis-Hotels Bastei, Lilienstein und Königstein. Hunderttausende Urlauber muss Jacob verköstigt haben.

Das Ibis-Hotel Bastei auf der Prager Straße in Dresden. Foto: Eric Münch

Politiker stiegen hier nie ab, „aber Schlagerstars wie Nicole oder Peter Kraus waren bei uns zu Gast. Und bei den Rammstein-Konzerten hatten wir hier 800 Frühstücker auf einen Schlag“, zählt Jacob auf. Eigentlich wollte er als Koch zur See fahren. Eine Tante im Westen war in der Kaderakte Stein des Anstoßes. Jacob blieb an Land – bildete stattdessen selbst rund 50 Köche aus, nahm Hunderten Azubis bei der IHK die Prüfung ab. Und vererbte seine Leidenschaft fürs Kochen an den Sohn. „Er war 2005 zum Schülerpraktikum bei mir in der Küche, lernte danach Koch, studierte Hotelmanagement“, sagt der Vater stolz. „Die Zeit mit ihm als Direktor ab 2022 war sehr spannend, denn ich war Betriebsratsvorsitzender.“

Speisekarte
Eine DDR-Speisekarte aus dem „Bastei“-Hotel. Foto: Eric Münch

Jetzt aber kann sich Detlef Jacob wortwörtlich in die Hängematte legen. „Die war ein Geschenk meines Sohnes zum 60. Geburtstag, als Dauercamper will ich sie öfter in Moritzburg nutzen.“ Und kochen will er auch weiterhin. „Aber für die Familie ist das oft schwieriger als für ein Hotel …“

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