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Mal wieder nichts im Fernsehen?

zwei senioren schauen fernsehen
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Wer gerne liest, wird das auch im Alter tun. Jedoch nehmen häufig die Sehbeschwerden zu. Durch Vorlesen kann man dies umgehen. Die neuen Medien unterstützen in dieser Situation mit Hörbüchern auf einer CD oder in einer Applikation auf dem Handy oder dem Computer. Vorausgesetzt, Sie haben keine Hörprobleme.

Jeder 6. Erwachsene schwerhörig

Eine der führenden umfangreichen Webseiten zum Thema Hören, Schwerhörigkeit, Tinnitus ist hear-it.org. Die Betreiber möchten mehr öffentliche Aufmerksamkeit rund um das Thema Schwerhörigkeit erzielen. Laut einer Studie ist jeder sechste deutsche Erwachsene schwerhörig bei einem Hörverlust von mindestens 25 db, informiert hear-it.org, deren Daten auf einer Umfrage in Deutschland basiert, die zwischen 2008 und 2012 durchgeführt wurde. Insgesamt nahmen 3.105 Erwachsene an den Versuchen teil.

Rätseln und spielen

Denkspiele wie Sudoku oder Kreuzworträtsel sind im Alter weiterhin beliebt, denn sie fordern uns heraus, stärken das Gedächtnis und geben uns ein Erfolgsgefühl, wenn wir es vollständig lösen. Wer gerne spielt, nimmt an einer Spielerunde teil oder verabredet sich zu beliebten Kartenspielen. Hier versammeln sich auch Unbekannte,  die im eigenen Familienkreis keine Spielefans finden. Wahrnehmungsprobleme im Alter führen oft dazu, dass wir uns nicht mehr trauen, große Theater- oder Musikveranstaltungen zu besuchen. Sobald die ersten Seh- oder Hörprobleme auftreten, erfahren wir schon eine Beeinträchtigung der Lebensqualität. Wenn Schriften zu klein sind, müssen wir zur Lupe greifen. Auf dem Handy, dem Tablet oder dem Computer können wir eine größere Schrift oder mehr Helligkeit einstellen.

Kunst und Kultur trotz Hindernissen

Halbdunkle Szenen oder schwarze Hintergründe sind bei Sehproblemen schwer zu erkennen und dies führt dazu, dass wir „abschalten.“ Gerade wer bereits Hörgeräte trägt, ob jung oder alt, kann eine zu große Lautstärke oder zu schnelles Reden schwer ertragen. Leider wird auch heute noch zu wenig Rücksicht von Theaterhäusern und Konzertsälen auf die Bedürfnisse der hör- und sehgeschädigten Menschen genommen. Diese Besucher hingegen sind sehr an Schauspielen und Musikveranstaltungen interessiert. Die Barrierefreiheit für Menschen mit körperlicher Behinderung wurde weitestgehend umgesetzt. Es mangelt jedoch an weiteren an dieser Zielgruppe ausgerichteten Rücksichtsnahmen.

In den Museen ist die Teilnahme an Führungen, beispielsweise mit Freunden, eine gute Alternative. Senioren erhalten in den Staatlichen Museen eine Ermäßigung, ebenso in den Öffentlichen Verkehrsmitteln, hierfür ist der Seniorenausweis ausschlaggebend. Schließen Sie sich Ihrem Seniorenverein vor Ort an, um gemeinsam an Führungen teilzunehmen. So kann dafür gesorgt werden, dass Führungen mit den nötigen Sitzplätzen in den Museumsräumen ausgestattet sind. Der Gang durch die Räume erfolgt geruhsam und lässt dem Museumspersonal genügend Zeit für das Vertiefen von Themen. Es entsteht kein Stress und Sie müssen sich keine Sorgen machen, dass Sie der Museumsbesuch zu sehr ermüdet.

Freizeit für Leib und Seele

Singen und Sport sind sehr beliebt für einen Ausgleich im Alltag. Chorsingen, Lieder auswendig lernen oder ein neues Instrument erlernen, fördert das Gedächtnis und sorgt für eine unterhaltsame Möglichkeit, gemeinsam etwas zu unternehmen. Tanzen hält körperlich fit und macht gute Laune. Nicht immer findet sich ein Tanzpartner, aber keine Sorge, es geht vielen älteren Menschen wie Ihnen. Fragen Sie nach Terminen im Seniorenverein, in einer Tanzschule oder in einer Volkshochschule. Tanzen befreit den Kopf und die Seele und es lässt sich leicht Anschluss finden, dabei geht es nicht nur um Paartanz, sondern auch um Volks- oder Kreistänze. Ausschließlich für Senioren wurde sogar eine Tanzart im Sitzen entwickelt, die weniger die Knie- und Hüftgelenke belastet und mit Tüchern dem Rhythmus der Musik nachgeht.

Bewegung ist prinzipiell das Zauberwort für alle Senioren, um sich fit und gesund zu halten. Wer sich allein nicht motivieren kann, besucht Senioren-Sportgruppen, die oftmals auch die Krankenkasse vermitteln kann. Eine Alternative an der frischen Luft ist die finnische Sportart Nordic Walking, bei der man mit Stöcken schnell spazieren geht. Sie lässt sich leicht erlernen und wird ebenfalls als Gruppensport angeboten. Selbst bergauf lässt es sich leichter mit den bequemen Stöcken wandern.

Fernsehprogramm vielfältig und modern

Zurück zum TV-Programm: Mal wieder nichts zu finden in der Fernsehzeitung? Was in der Jugend der Senioren aktuell war, wird immer eine besondere Rolle spielen, so auch alte Spielfilme oder Fernsehserien. Neben den aktuell laufenden beliebten Fernsehserien gibt es beim digitalen Fernsehen, über das heute jeder Haushalt verfügt, die Möglichkeit, kostenlos auf die Mediatheken der verschiedenen Fernsehsender zuzugreifen. Die Mediathek ist ein digitales Archiv von Fernsehfilmen, Serien oder aktuell gelaufenen Nachrichtensendungen, Wissensfilmen, Reisesendungen oder geschichtlichen oder aktuellen Reportagen, die dem Zuschauer zu jeder Uhrzeit zur Verfügung stehen. Ergänzt wird diese Vielfalt bei der ARD von einer erstklassigen Audiothek. Hier befinden sich ausgesuchte Podcasts der ARD und des Deutschlandradios. Sie können bequem und zu jeder Zeit nachgehört und auch heruntergeladen werden und zwar kostenlos.

Haben Sie eine Sendung verpasst? Kein Problem, in der Mediathek des entsprechenden TV-Senders können Sie sie suchen und zu Ihrer Wunschzeit anschauen. Sollten Sie noch keinen Smart-TV mit Internetanschluss besitzen, können Sie Ihr Fernsehgerät entsprechend nachrüsten, um so unzählige neue Inhalte zu nutzen, zu der Uhrzeit, in der Sie fernsehen möchten. Hierzu benötigen Sie einen Streaming-Stick, den verschiedene Anbieter zu einem Preis ab 30 Euro zur Verfügung stellen. Dieses kleine Gerät wird in einen freien HDMI-Eingang des Fernsehers gesteckt. Beigefügt finden Sie ein USB-Netzteil mit Kabel für die Stromversorgung. Mitgeliefert wird außerdem eine entsprechende Fernbedienung. Keine Angst vor dieser Neuerung, die Ihnen sicher ein Familienmitglied, Freunde oder ein Fernsehtechniker in kurzer Zeit einrichten kann, denn die Handhabung ist sehr einfach und ermöglicht Ihnen eine unendliche Auswahl an Fernsehsendungen.

Anette Rietz

SZ-Lebensbegleiter Tipp:

  • Informieren Sie sich bei Ihrer Familie oder Freunden über die Streaming-Angebote für Ihr TV-Gerät und installieren Sie gegebenenfalls einen Internetanschluss.
  • Ihr Seniorenverein, Ihre Krankenkasse oder die Volkshochschulen halten ein breites Angebot an Unterhaltungs- und Sportangeboten bereit. Vergessen Sie nicht, es gibt viele Gleichgesinnte, die nur auf Ihre Teilnahme warten!
  • Volkshochschulen halten zahlreiche Kurse für die Weiterbildung zu moderaten Preisen parat. Auch Studienreisen oder Exkursionen werden organisiert.
  • Zahlreiche Kulturangebote gibt es zum Senioren-Rabatt. Fragen Sie bei Ihrem örtlichen Museum, Theater oder Opernhaus oder andern Kunsthäusern nach.
  • Fragen Sie in Ihrer Apotheke nach den kostenlosen Rätsel-Magazinen!
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