Auf den Hund gekommen

Senior sitzt mit Katze und Hunden auf Bank
Ein Tier tut der Seele gut und beugt gegen Einsamkeit vor. Foto: StockAdobe/Budimir Jevtic

Deutschland – Ein eigenes Haustier macht Freude und wirkt gerade bei Senioren gesundheitsfördernd. Ein Tier kann die Seele trösten, gerade nach dem Verlust des Ehepartners.

Man muss nicht ein Leben lang Haustiere besessen haben, um sich auch im Alter noch ein Tier zuzulegen. Bei der Auswahl ist es jedoch wichtig, die eigenen Lebensumstände und den Charakter des Tieres sorgfältig aufeinander abzustimmen. Denn schließlich soll der neue Gefährte seinen Halter nicht überfordern.

Für tierische Mitbewohner ist es nie zu spät

Die Stiftung Tierschutzliga vermittelt auch in Sachsen Tiere aus dem Tierheim Unterheinsdorf . Es gibt die Möglichkeit, Helfer zu werden, eine Patenschaft zu übernehmen oder einem Haustier ein neues Zuhause zu geben. Laut Tierschutzliga suchen derzeit mehr als 250 Tiere in Not einen neuen Halter. Hierzu gehören Hunde, Katzen, Meerschweinchen und sogar Ponys und Pferde. „Das Tier muss zum Menschen und seinen Lebensumständen passen“, erklärt Simone Herrmann von der Tierschutzliga. „Es werden auch ältere Tiere vermittelt oder in eine Dauerpflege gegeben. Bei älteren Menschen mit kleiner Rente übernehmen wir auch die Tierarzt- und Futterkosten“, fügt sie hinzu.

Mitmachen im Tierschutz

Mit einer Tierpatenschaft oder einer regelmäßigen Spende können Tierliebhaber den Tierschutz unterstützen und Verantwortung übernehmen. Patentiere sind unvermittelbare Geschöpfe, da niemand sie haben will. Sie sind krank und alt, ängstlich, geschunden, misshandelt, bissig oder eben einfach schwierig. Diese Tiere bleiben wahrscheinlich den Rest ihres Lebens im Tierheim, da sie keine neue Familie finden. Eine Patenschaft gibt ein gutes Gefühl, da wir für ein Lebewesen Verantwortung übernehmen und Sorge tragen können.

Gassi gehen mit Termin

Nicht jeder hat die Möglichkeit, ein Haustier mit nach Hause zu nehmen. Der Tierpate setzt die Spendenhöhe fest, bekommt eine Patenschaftsmappe mit Urkunde und einem Bild seines Patentieres. Das Tierheim sendet regelmäßig Informationen über das Patentier. Das schafft Verbundenheit.

Die Tierschutzliga stellt Fotos der Schützlinge online. Hier können sich Interessierte eines der Tiere aussuchen und über ein Anmeldeformular einen Antrag auf die Tierpatenschaft stellen. Übrigens: Eine Patenschaft kann auch für mehrere Tiere übernommen werden, um die Zukunft der Heimtiere zu sichern. Wer möchte, kann das Patentier nach Absprache mit dem Tierheim besuchen, mit ihm schmusen oder Gassi gehen.

Anette Rietz

SZ-Lebensbegleiter Tipp:

  • Die beliebtesten Haustiere in Deutschland sind Katzen und Hunde. Große Hunde können Senioren Schutz bieten oder sogar als speziell geschulte Assistenzhunde ihren Besitzern im Alltag beistehen.
  • Tiere sind Sympathieträger: Pflegeheime halten oft Plüschtiere für ihre an Demenz erkrankten Bewohner bereit. Dahinter steckt die Erkenntnis, dass es Menschen, die an Demenz leiden, oft besser geht, wenn sie sich um etwas kümmern dürfen. Ein Tier hilft, Angst und Lethargie abzubauen und soziale Aktivität zu fördern. Lesen Sie hierzu auch unseren Beitrag „Spielen, Lachen und Bewegen“.
  • Ein Tier braucht Bewegung und Versorgung. Wer nicht ausreichend mobil oder auf Pflegepersonen angewiesen ist, kann auf Tierbesuchsdienste zurückgreifen. Sie bringen das gewünschte Tier direkt ins Haus oder Zimmer. Die Zeit ist begrenzt, aber kann zum Highlight der Woche bei älteren Menschen werden.

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