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Sicher durch den Verkehr

Eine Gesichtshälfte mit sichtbarem Innenohr und darauf stoßenden Schallwellen ist auf blauem Hintergrund zu sehen.
Wer unter einer Hörminderung leidet, nimmt bestimmte Tonlautstärken und Tonfrequenzen schwer oder gar nicht mehr wahr. Foto: AdobeStock/Axel Kock

Sachsen – Wer gut hört, sieht auch besser hin: Nimmt man heranfahrende Autos, klingelnde Radfahrer, Hupen, ein Martinshorn oder andere Geräusche rechtzeitig wahr, hat dies in der Regel einen schnellen Kontrollblick zur Folge. Und das ist wichtig, denn auf den Straßen ist oft viel los, ganz besonders in den Städten. Hier muss man sich auf Augen und Ohren gleichermaßen verlassen können. Doch genau daran hapert es häufig. Laut Deutschem Berufsverband der HNO-Ärzte ist in Deutschland etwa jeder siebte Erwachsene von Schwerhörigkeit betroffen, in der Altersgruppe ab dem 65. Lebensjahr ungefähr jeder zweite.

Nicht zum Verkehrshindernis werden

Das ist auf den Straßen äußerst gefährlich. Denn wer sich nähernde Verkehrsteilnehmer nicht mehr hört, wird schnell zum Risiko. Erschwerend kommt hinzu, dass immer mehr Elektrofahrzeuge unterwegs sind, die man grundsätzlich schwer hört: Wenn der E-Roller nahezu lautlos um die nächste Ecke gesaust kommt oder ein E-Auto sich unbemerkt und mit einem leisen Surren nähert, können Unfälle schnell passieren. Aus diesem Grund raten Experten dazu, ab 50 Jahre regelmäßig das Hörvermögen prüfen zu lassen. 

Mut zum Hörgerät

Ein Hörtest kann kostenfrei beim HNO-Arzt oder Hörakustiker durchgeführt werden. Eine unverbindliche Beratung zur optimalen Lösung – etwa durch moderne Hörsysteme – bieten zum Beispiel die geschulten Experten für smarte Mini-Hörgerate der Firma Audibene. Heutzutage sind solche Geräte winzige Minicomputer, die nahezu unsichtbar im oder hinter dem Ohr getragen werden und nicht nur das Hörvermögen, sondern auch die allgemeine Lebensqualität verbessern. 

Das Sächsische Cochlear-Implant Centrum (SCIC) bietet ein Cochlea-Implantsystem als medizinisch-technische Lösung für Menschen mit schwerer bis völliger Innenohrschwerhörigkeit, wenn Hörgeräte nicht mehr ausreichen. Das Implantat wird operativ hinter dem Ohr eingesetzt. Es besteht aus einem Gehäuse, das die Elektronik beinhaltet, einem Elektrodenträger, einer Empfangsspule und einer Magentspule, welche die externen Teile magnetisch am Ohr hält.

Wer sein Hörvermögen testen möchte, kann zum Beispiel einen Termin im Hörzentrum am Schillerplatz (Tel. 0351 3158460) in Dresden vereinbaren. Ein kostenloses Probetragen der Geräte ist nach der Beratung ebenfalls möglich. 

Krankenkassen übernehmen Kosten

Bei einer Verordnung durch den Hals-Nasen-Ohrenarzt übernehmen die Krankenkassen in der Regel alle oder einen Großteil der Kosten. Mit dieser Verordnung erhalten Betroffene nach erfolgreicher Genehmigung die Unterstützung ihrer Krankenkasse (unter anderem für Anschaffungskosten einer Basis-Hörgeräte-Technik). Schwerhörig ist aber nicht gleich schwerhörig. Ein Hörverlust kann verschiedene Ursachen haben und unterschiedliche Bereiche des Gehörs betreffen. So unterscheidet man neben der altersbedingten Schwerhörigkeit (Presbyakusis) beispielsweise zwischen einer Hochtonschwerhörigkeit, einer Schallleitungsschwerhörigkeit oder einer Innenohrschwerhörigkeit.

Anette Rietz/djd

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