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Ein illustriertes Gedächtnis auf zwei Beinen hebt Gewichte.
Das Gedächtnis leistet Unglaubliches, doch wir müssen es unterstützen. Foto: AdobeStock/Fotomek

Nährstoffe halten das Gedächtnis fit

Deutschland – Am 22. Juli ist Welttag des Gehirns. Das Gehirn ist das komplexeste Organ des Menschen. Rund 100 Milliarden Zellen darin arbeiten ohne Pause. Damit ihr Zusammenspiel reibungslos funktionieren kann, ist es notwendig, die Denkzentrale mit der richtigen Ernährung zu unterstützen. Denn eine gute Versorgung mit Mikronährstoffen trägt dazu bei, dass unser Körper die erforderliche Energie bereitstellen kann und unsere geistige und kognitive Leistungsfähigkeit auch im Alter erhalten bleibt. Gerade wählerische Esser sollten darauf achten, dass keine Versorgungslücken entstehen.

Mikronährstoffe – wichtige Helfer für den Energiestoffwechsel und das Gehirn

Doch was genau sind diese wichtigen Helfer und was bewirken sie im Körper? Mit diesen Fragen befasst sich der Arbeitskreis Nahrungsergänzungsmittel (AK NEM) mit Sitz in Berlin. Er gehört zum Wirtschaftsverband Lebensmittelverband Deutschland e.V., der Verband für Akteure der Lebensmittelwirtschaft. 

Der AK NEM ist eine Plattform für die Interessenvertretung sowie zum fachlichen Austausch über rechtliche und wissenschaftliche Fragestellungen zu Nahrungsergänzungsmitteln. „Magnesium etwa ist ein lebenswichtiger Mineralstoff, der unter anderem viele Enzyme des Energiestoffwechsels aktiviert“, erklärt Ernährungswissenschaftlerin Antje Preußker vom Arbeitskreis Nahrungsergänzungsmittel im Lebensmittelverband Deutschland. „Außerdem kommt ihm gerade in Stresssituationen eine besondere Bedeutung zu. Denn Magnesium leistet auch einen Beitrag zur normalen Funktion des Nervensystems.“

Gute Vitamin B-Lieferanten sind zum Beispiel Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Gemüse, Milchprodukte sowie Fleisch. Wenn der tägliche Bedarf nicht über die Nahrung gedeckt wird, kann die Einnahme eines Nahrungsergänzungsmittels wie ein Vitamin-B-Komplex sinnvoll sein. Das Präparat umfasst acht verschiedene Vitamine. Sie arbeiten wie ineinandergreifende Zahnräder und spielen gemeinsam insbesondere für die Funktion von Gehirn, Nerven und Energiestoffwechsel eine wichtige Rolle. Des Weiteren sind noch Vitamin C, Zink, Eisen und Jod zu nennen.

Besonders wichtig für das Gehirn: Omega-3-Fettsäuren

Damit die Denkzentrale gut funktionieren kann, benötigt sie auch ausreichende Mengen an langkettigen Omega-3-Fettsäuren, wie beispielsweise die Docosahexaensäure (DHA). Diese ist unter anderem an der Bildung von Botenstoffen für die Signalweiterleitung im Gehirn beteiligt. Omega-3-Fettsäuren gehören zu den wesentlichen Nährstoffen, die mit der Nahrung aufgenommen werden müssen. „Unser Körper kann diese Fettsäuren nicht selbst herstellen. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt mindestens einmal in der Woche fettreichen Fisch auf den Speiseplan zu setzen, wie Lachs oder Hering“, so Preußker. Schon für den Fötus im Mutterleib und dann für das Baby sind diese Omega-3-Fettsäuren unabdingbar, weil sich ohne sie das Gehirn nicht richtig entwickeln kann.

Nahrungsergänzung hilft, Lücken zu vermeiden

Wer seinen Bedarf an den kleinen Helferchen über den normalen Speiseplan nicht abdecken kann, kann als Teil einer ausgewogenen Ernährung auch gezielt zu Nahrungsergänzungsmitteln greifen, um einen guten Versorgungsstatus zu sichern und Gehirn, Nervensystem und Energiestoffwechsel bestmöglich zu unterstützen. 

Keine Genehmigung oder Zulassung erforderlich

Die Verordnung über Nahrungsergänzungsmittel (NemV) regelt den Umgang mit Nahrungsergänzungsmitteln. Um sie auf den Markt zu bringen, wird keine Zulassung benötigt. Der Hersteller, Inverkehrbringer und/oder Importeur hat die geltenden Vorschriften in eigener Verantwortung zu beachten. Die Einhaltung der rechtlichen Vorgaben überwacht die jeweils zuständige Lebensmittelüberwachungsbehörde in den Bundesländern. 

Wenn Nahrungsergänzungsmittel Stoffe enthalten, die nicht zugelassen sind, kann unter bestimmten Vorraussetzungen für das Inverkehrbringen solcher Erzeugnisse eine Ausnahmegenehmigung oder Allgemeinverfügung vom Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit ( BVL) erteilt werden.

Verkauf muss angezeigt werden

Es kursieren viele Informationen über die Sinnhaftigkeit von Nahrungsergänzungsmitteln. Durch die NemV wurde ein Anzeigeverfahren für Nahrungsergänzungsmittel eingeführt, das durchlaufen werden muss, bevor das Produkt zum ersten Mal auf den Markt kommt. Die Anzeige erfolgt beim Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit. Das BVL nimmt diese Anzeige entgegen und leitet sie an die für die Lebensmittelüberwachung zuständigen Landesbehörden und das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) weiter. Dadurch wird eine effektivere Überwachung dieser Produkte gewährleistet. Das BVL stellt einen kostenfreien Flyer über Fragen und Antworten zur Nahrungsmittelergänzung im Internet zur Verfügung.

Lebensmittelunternehmer sind selbst für die Einhaltung der lebensmittelrechtlichen Bestimmungen und gesundheitliche Unbedenklichkeit der Nahrungsergänzungsmittel verantwortlich. Die Präparate dürfen jedoch weder arzneilich wirksam sein noch den Eindruck eines Arzneimittels erwecken.

AR/djd

SZ-Lebensbegleiter Tipp:

Einige Lesetipps für die Urlaubszeit

Sie möchten Ihr Gedächtnis auf spielerische Weise trainieren? Lesen Sie hier unseren Beitrag über das neue Rätselbuch für Reiselustige und nehmen Sie bis zum 5. August an der Verlosung teil.

Interessante Fragen zum Thema Demenz beantwortet die Landesinitiative Demen Sachsen e.V.  in unserem Beitrag „Plötzlich ist da ein weißer Fleck

Im Ernährungsratgeber „Fit ab 50“ lesen Sie über vitale Rezepte für verschiedene Lebenssituationen in der zweiten Lebenshälfte!

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