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Ein Senior lässt sich in einer Apotheke beraten und zeigt der Apothekarin sein Smartphone. Foto: DJD/gematik/pressmaster - stock.adobe.com
In der Apotheke können gesetzlich Versicherte Rezepte schnell und einfach via App einlösen. Foto: DJD/gematik/pressmaster - stock.adobe.com

Neu: Rezepte per App einlösen

Deutschland – Statt des bisherigen Papierrezepts kann nun in der Apotheke ein Rezeptcode vorgezeigt werden. Der befindet sich in der E-Rezept-App auf Ihrem Smartphone, vorausgesetzt, Sie haben diese App heruntergeladen.

Damit der Vorgang funktioniert, wurde bislang das E-Rezept bundesweit in zahlreichen Praxen und Apotheken erprobt. Lesen Sie auch hierzu unseren Artikel „Apotheken müssen jetzt E-Rezepte annehmen“.

Seit 1. Juli 2023 kann nun das E-Rezept unkompliziert abgerufen werden – mit der personifizierten Versichertenkarte der jeweiligen Krankenkasse. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach optimistisch: „Bis Ende Juli werden voraussichtlich 80 Prozent der Apotheken in Deutschland an das System angeschlossen sein.“

So wird das Rezept ausgestellt

Im Rahmen der Sprechstunde in der Praxis oder per Video wird ein elektronisches Rezept (E-Rezept) ausgestellt. Diese Verordnung wird am Praxiscomputer eingegeben und im sicheren Datennetz des Gesundheitswesens gespeichert. In der Apotheke ihrer Wahl müssen Versicherte dann nur ihre Gesundheitskarte in ein spezielles Kartenlesegerät einstecken. Alle gesetzlich Versicherten in Deutschland besitzen bereits eine elektronische Gesundheitskarte (eGK).


Mehr wird nicht benötigt, weder ein Zettel noch eine PIN oder ein anderer Nachweis. Das Rezept wird nicht auf der eGK gespeichert: Die eGK dient gewissermaßen als Schlüssel, um der Apotheke das Rezept aus der Praxis freizugeben. Der Apotheker kann nun das betreffende Rezept aufrufen und das Medikament aushändigen. Praktisch ist, dass auch noch nicht eingelöste Rezepte aus den letzten 100 Tagen der Versicherten einsehbar sind. So lassen sich mehrere Rezepte auf einmal einlösen – ohne Suche nach den Zetteln.

Tipp: Auf seiner Internetseite informiert das Bundesministerium für Gesundheit ausführlich über die eGK.

Auf einem Handybildschirm sieht man die Rezepte-App. Foto: DJD/gematik
Foto: DJD/gematik

E-Rezept-App bringt zahlreiche neue Funktionen

Die kostenfreie App „Das E-Rezept“ bietet einen weiteren Einlöseweg. So werden perspektivisch nicht nur Papier gespart, sondern auch unnötige Wege. Denn Rezepte müssen nicht mehr ausgedruckt werden und können somit auch nicht mehr verloren gehen. Sie sind sicher gespeichert und können über die App abgerufen werden.

Darüber hinaus eröffnet das E-Rezept ganz neue Möglichkeiten: Eine Arztpraxis kann Folgerezepte im gleichen Abrechnungsquartal direkt auf die App übertragen – ohne Praxisbesuch der Versicherten.

Das ist sehr praktisch: Patienten finden in der App – zum Beispiel, wenn sie unterwegs sind – die für sie passende Apotheke mit den dazugehörigen Öffnungszeiten und können die Medikamente vorbestellen. Außerdem können sie E-Rezepte aus der Ferne einlösen und sich die Medikamente direkt nach Hause liefern lassen oder abholen, sobald sie vorrätig sind. Auch bleibt es wie bisher möglich, Rezepte für Angehörige oder Nachbarn einzulösen. Hierfür können Versicherte in ihrer App Rezepte anderer Menschen nach Autorisierung aufrufen und verwenden. Und auch wer kein Smartphone besitzt oder nicht nutzen möchte, kann weiterhin Rezepte einlösen: Einfach in der Arztpraxis nach einem Ausdruck fragen!

So wird die E-Rezept-App aktiviert

Versicherte finden die aktuelle E-Rezept-App in den App-Stores von Apple und Google. Um sie nutzen zu können, müssen sie sich in der App anmelden. Hierfür benötigen Versicherte neben einem NFC-fähigen Smartphone eine elektronische Gesundheitskarte mit NFC-Schnittstelle und persönlicher PIN – Karte und PIN stellen die Krankenkassen zur Verfügung.

Eine alternative, kartenlose Anmeldung über die Krankenkassen-App ist bereits in Planung. Nach der erfolgreichen Anmeldung können neue Rezepte sofort in der App empfangen werden. Versicherte, die das E-Rezept nutzen möchten, sollten beim nächsten Arztbesuch nachfragen, ab wann ihre Praxis damit arbeiten wird, damit sie schon bald von den Vorteilen profitieren können. Unter www.das-e-rezept-fuer-deutschland.de finden Versicherte alle Informationen zum E-Rezept, zu den App-Funktionen und zur Installation.

Unterstützt mein Handy NFC?

NFC, in Englisch Near Field Communication, bedeutet, dass man mit einem Handy bezahlen kann, es an andere Geräte koppeln und Bilder versenden kann. Dieser internationale Übertragungsstandard für drahtlosen Austausch von Daten über kurze Distanzen bis zu 20 Zentimeter befindet sich auf jedem NFC-kompatiblen Smartphone.

Um herauszufinden, ob Ihr Smartphone NFC unterstützt, gehen Sie auf „Einstellungen“, geben im Feld „Einstellungen durchsuchen“ die Versalien „NFC“ ein und sehen, ob Ihr Handy dafür geeignet ist. Tipp für iPhone-Besitzer: Ab iPhone 6 ist NFC integriert.

Lesen Sie zum Thema auch unseren Beitrag „Neue Apps auf Rezept“.

KF/djd

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