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Wer das Internet nutzt, sollte seine Passwörter vor Kriminellen schützen. Foto: Paulus Rusyanto

Online-Gefahren erkennen

Berlin – „Cybercrime nimmt immer mehr zu“, teilte das Bundeskriminalamt (BKA) im vergangenen Jahr mit. Allein 2019 habe die Polizei in Deutschland 100.514 Straftaten im Bereich der Cyberkriminalität erfasst – 15,4 Prozent mehr als 2018.

Internetkriminalität hat viele Gesichter

Computersysteme oder Netzwerke werden mit einem Virus infiziert, Phishing-Nachrichten enthalten Anhänge oder Links, die zu schädlichen Webseiten führen. Deshalb Vorsicht: Mails unbekannter Absender niemals öffnen.

Der Identitätsbetrug

Ihre Daten werden, zum Beispiel die Kennungen Ihrer Kreditkarte. Deshalb appelliert die BKA-Vizepräsidentin Martina Link: „Seien Sie skeptisch bei E-Mails von unbekannten Absendern und zahlen Sie nie Lösegeld. Informieren Sie immer die Polizei.“

Geräte vor Viren schützen

Gefahr erkannt, Gefahr gebannt? Leider nicht immer. Aber immer sollten Programme und das Betriebssystem regelmäßig auf den neuesten Sicherheitsstand gebracht werden. Updates nennt man das. Außerdem erkennt und entfernt eine Antiviren-Software jeden schädlichen Angriff. Stiftung Warentest hat in der Ausgabe 03/2021 28 Antivirenprogramme für Windows (19) und MacOS (9) getestet (Jahrespreis 0 bis 45 Euro). Laut test.de schützen sechs Sicherheitssoftwares sehr gut, eine ist kostenlos, habe weniger Funktionen, sei jedoch in der Wirksamkeit des Schutzes mit den anderen Programmen vergleichbar.

Die meisten Angriffe zielen auf Windows. Aber auch Apple-Nutzer sollten sich absichern, um nicht Windows-Viren weiterzuleiten. Bis auf eine Software erkennen alle MacOS-Programme (Apple) solche systemfremden Viren recht erfolgreich, geht aus dem Testergebnis hervor.

Starke Passwörter verwenden und Internetversicherung abschließen

Empfohlen wird, unbedingt starke Passwörter zu verwenden oder gleich einen Passwortgenerator oder Passwortmanager nutzen, der nach dem Zufallsprinzip Passwörter generiert und speichert. Wer Opfer von Cyberkriminellen geworden ist, muss häufig mit gravierenden persönlichen Schäden und Kosten zur Beseitigung dieser Schäden rechnen. Mit einer Internetversicherung, wie sie etwa die Nürnberger Versicherung anbietet, kann man sich davor schützen. Beispiel: Die Versicherung übernimmt bis zu einem gewissen Umfang das Löschen beziehungsweise Sperren persönlicher und missbräuchlich verwendeter Daten sowie die Datenrettung nach Online-Attacken oder Virenbefall. Bei Nicht- oder Falschlieferung von Interneteinkäufen wird für Ersatz gesorgt, finanzielle Verluste nach Identitätsmissbrauch werden für bis zu 10.000 Euro im Jahr getragen. Und schließlich gibt es eine kostenlose juristische Erstberatung bei Rechtsfragen und sogar psychologische Unterstützung für Betroffene. Fragen werden bei der 24-h-Hotline beantwortet. Infos: www.nuernberger.de.

AR/ djd

SZ-Lebensbegleiter Tipp:

  • Vorsicht vor Schadprogrammen: Besonders Banken warnen vor dem Öffnen von Links und Datei-Anhängen, da sich Kriminelle damit Zugriff auf Ihr Konto verschaffen könnten. Generell gilt: Seriöse Anbieter versenden keine Links und fordern Sie nicht auf, Dateianhänge zu öffnen. Loggen Sie sich immer direkt in Ihrem Online-Konto auf der Internetseite Ihrer Bank ein!
  • Stiftung Datenschutz: Die Stiftung wurde 2013 von der Bundesregierung gegründet und widmet sich vor allem der Umsetzung der EU-Datenschutzgrundverordnung.
  • Der Chaos Computer Club e.V. (CCC) hat 6.300 Mitglieder. Ihre Expertise ist gefragt: Vom Bundesverfassungsgericht über Datenschutzgremien bis zu Wirtschaftsforen und Juristenkonferenzen beteiligen sich die Experten an Gutachten, Stellungnahmen, Vorträgen und Demonstrationen.
  • In Dresden organisiert der Club C3D2 das Projekt „Chaos macht Schule“ und bietet Workshops an.

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