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Rentner lassen sich beim Aktionstag beraten
Beim Aktionstag am 4. Mai können Sie sich rundum zum Leben im Ruhestand beraten lassen - auch zu Ihrer Rente. Foto: sz Lebensbegleiter/Steffen Füssel

Rentenerhöhung im Juli

Die Renten steigen in diesem Sommer kräftiger als noch im Herbst prognostiziert wurde. Die mehr als 21 Millionen Rentner in Deutschland erhalten um 4,57 Prozent höhere Bezüge. Aber: Künftig müssen sich Rentner auf geringere Erhöhungen einstellen. 

Noch im vergangenen Herbst gingen Schätzer von einem Renten-Plus von rund 3,5 Prozent im Juli aus. Hauptgründe für die deutliche Erhöhung sind der stabile Arbeitsmarkt in Deutschland und gute Lohnabschlüsse. Für die Rentenanpassung maßgeblich waren Lohnsteigerungen von 4,72 Prozent. Eine Rente von 1000 Euro steigt damit um 45,70 Euro. Das vermeldet die Deutsche Presseagentur dpa. 

Frisst die Inflation die Rentenerhöhung wieder auf? 

In diesem Jahr erstmals seit Jahren nicht. Die Anpassung liegt deutlich unter der Preissteigerungsrate. Im März lagen die Verbraucherpreise um 2,2 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. In den vergangenen zwei Jahren war die Rentenerhöhung hinter der Inflation zurückgeblieben, im Jahr davor hatte es im Westen eine Nullrunde gegeben und im Osten nur eine minimale Erhöhung.  

Warum fällt die Rentenerhöhung in Ost und West gleich aus? 

Nach 34 Jahren ist endlich die Einheit auch im Rentensystem in Deutschland geschafft. 2023 waren die Altersbezüge in den alten Ländern noch um 4,39 und im Osten um 5,86 Prozent gestiegen. Damit hatten sich die Renten aber bereits vergangenes Jahr angeglichen – früher als vorgesehen. Denn die Löhne waren im Osten zuvor deutlich stärker gestiegen als im Westen. 

Wie sind die Perspektiven? 

Rentensteigerungen dürfte es auch künftig geben – aber laut aktuellem Rentenversicherungsbericht in geringerem Ausmaß. So geht der Bericht bis 2037 von einer durchschnittlichen Steigerungsrate von 2,6 Prozent pro Jahr aus – insgesamt gut 43 Prozent. Ohne gesetzliche Eingriffe würde der Übertritt von Millionen sogenannter Babyboomer in die Rente immer deutlicher spürbar werden. Laut dem Bericht dürfte das Rentenniveau ohne Reform von derzeit 48,2 Prozent bis auf 45,0 Prozent im Jahr 2037 sinken. Die Renten würden dann generell nicht mehr so stark wie die Löhne steigen. 

Wie reagiert die Bundesregierung? 

Mit einem Gesetzespaket – die Rentenreform soll im Mai im Bundeskabinett beschlossen werden. Die Reform soll das Rentenniveau von 48 Prozent für die Zukunft garantieren. Bis Mitte der 2030er-Jahre will die Regierung zudem mindestens 200 Milliarden Euro aus Bundesmitteln am Kapitalmarkt anlegen. Aus den Erträgen sollen Renten-Beitragsanstiege abgedämpft werden.  

SZ-Lebensbegleiter-Tipp

Um Fragen rund um Ihre Rente geht es auch beim „sz-Lebensbegleiter“-Aktionstag am 4. Mai (9-17 Uhr) im Haus der Presse (Ostra-Allee 20). Rentenberater Christian Lindner beantwortet jeweils 10 und 11 Uhr in einem Vortrag  Fragen zur Frühverrentung und Rentenabrechnung.

Der „sz-Lebensbegleiter“-Aktionstag gibt Ihnen einen guten Überblick, wie der Lebensabschnitt  nach dem Berufsleben gestaltet werden kann. Verschiedene Aussteller informieren auf einer kleinen Messe zu Themen, die von Seniorenbetreuung, Gefäßtherapie bis hin zu Sport- und Reiseangeboten reichen. Institutionen wie die Bürgerstiftung, die Seniorenakademie, die Stiftung Lichtblick und die Verbraucherzentrale präsentieren sich und ihre Angebote. Die Messe wird von einem Vortragsprogramm umrahmt. Der Eintritt ist kostenfrei.

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