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Schön fürs Auge und gut für Insekten: Lavendel gedeiht auch in praller Sonne. Foto: AdobeStock/Kraftbunnies

14 Fragen zum Saisonbeginn im Garten

Dresden – Frau Ungetüm aus Dresden hat einen Südbalkon. Im Sommer wird es darauf so heiß, dass viele Pflanzen schnell den Kopf hängen lassen. Ihre Frage nach der idealen Bepflanzung ist nur eine von vielen, die unseren zur Eröffnung der Gartensaison gestellt werden. Wir haben einige interessante Fragen und Antworten für Sie zusammengestellt.

Wie bepflanze ich den Südbalkon?

Als Sommerbepflanzung eignen sich Geranien, Petunien, Studentenblumen, Ziersalbei, Goldtaler, Goldmarie für Kästen sowie Kübel. Auch Gartenkräuter wie Lavendel, Salbei, Thymian, Olivenkraut, Strauchbasilikum, Zitronenblatt und Basilikum. Als Ganzjahresbepflanzung gedeihen Zwergkoniferen, Efeu, Rosen, Immergrün, Cotoneaster, Kriechspindel oder andere Klein­sträucher. Auch Zwerghimbeeren, Erdbeeren, Heidelbeeren oder Zwergobst könnte man auf dem Balkon ziehen. Wichtig ist, dass die Töpfe ausreichend groß sind.

Darf mein Oleander schon raus?

Oleander und andere Kübelpflanzen sollten nun sachte an die „Freiheit“ gewöhnt werden. Tagsüber können sie schon auf die Terrasse, eventuell mit etwas Vliesabdeckung für die Nacht, falls es noch einmal kalt werden sollte. Nicht gleich in die Sonne stellen, wie wir Menschen sind auch die Pflanzen nach der Wohnungssaison anfällig für Sonnenbrand.

Welche Pfirsichsorten sind robust gegen Kräuselkrankheit?

Als robuste Sorten werden etwa Fruteria, Benedicte und Revita beschrieben, aber resistente Sorten sind bisher nicht bekannt. Bei Pfirsichen ist es wichtig, eine Verkahlung der Triebe zu vermeiden. Regelmäßiger Schnitt fördert junges Holz. Daran hängen im Folgejahr die schönsten Früchte.

Sind wurzelnackte Pflanzen oder Container besser?

Das hängt davon ab, wann und was man pflanzen will. Obstbäume, Beerensträucher, Rosen und Hecken bekommt man meist in beiden Formen. Die Wurzelware beschränkt sich auf Herbst oder Frühjahr, denn die Pflanzen müssen ohne Laub umgesetzt werden. Die Pflanzen sind meist etwas günstiger im Preis, sollten aber zurückgeschnitten werden. Topfware kann man ganzjährig pflanzen.

Wann werden Himbeeren geschnitten?

Bei sommertragenden Sorten werden die abgetragenen Ruten nach der Ernte bodennah entfernt. Dabei bleiben für das folgende Jahr acht bis zwölf der schönsten neu gebildeten Triebe stehen. Bei Herbsthimbeeren kann man alle Triebe spätestens zum Ausgang des Winters bodennah entfernen. Von den Neuaustrieben bleiben die schönsten und kräftigsten neuen Triebe. Sie tragen dann im Herbst des gleichen Jahres.

Wann topfe ich meine Geranien um?

Sie können sie jetzt im Frühjahr noch einmal einkürzen und in frische Erde umtopfen. Die Pflanzen dürfen meist Mitte Mai nach den Eisheiligen ins Freiland.

Wann kann ich meine Kiwi schneiden? 

Kiwis und Wein werden im ausgehenden Winter geschnitten. Jetzt kann man aber auch noch die Schere ansetzen. Sie „bluten“ dann zwar noch, aber sollten keinen Schaden nehmen. Kiwis fruchten wie Wein am einjährigen Holz, was aus dem Vorjährigen wächst. Auch ein Schnitt im Juni oder Juli ist ratsam.

Ich will dieses Jahr einen Komposthaufen anlegen. Was muss ich beachten?

Zunächst müssen Sie einen gut geeigneten Platz finden. Er sollte halbschattig, aber fern großer Bäume sein. Denn deren Wurzeln könnten in den Komposthaufen hineinwachsen und Nährstoffe ziehen. Beim Aufsetzen ist es wichtig, trockenes Material wie Häckselgut, trockene Blätter und Stroh mit feuchtem Material wie Rasenschnitt, Küchenabfällen und frischem Wildkraut gut zu mischen. Wurzelunkräuter und Samenstände von Wildkräutern gehören nicht auf den Kompost. Ist viel trockenes Material dabei, darf auch mal gegossen werden. Frischekompost liegt nur kurz und kann gut zum Düngen der Beete ausgebracht werden. Wird der Kompost mehrfach umgesetzt, ist die Erde feinkrümeliger und gut zum Pflanzen geeignet.

Was kann ich gegen Flechten an Obst- und Ziergehölzen tun?

Flechten bilden sich nur auf der Rinde. Sie beschädigen das Holz nicht. Bei sehr schwachem Wuchs oder überalterten Trieben hat man manchmal den Eindruck, dass die Knospen stecken bleiben. Gerade bei Beerenobst schildern das manche Gartenbesitzer. Dort hilft meist ein kräftiger Rückschnitt, um frisches, ertragsfähiges Holz zu fördern. Die Flechten sind durch saubere Luft recht wuchsfreudig. Wenn sie stören, kann man sie einfach abbürsten. Bei Beerensträuchern ist es sogar vorteilhaft, da man hier gut sehen kann, welche Äste älter sind und ausgeschnitten werden sollten.

Ich habe eine Fichte gefällt. Kann ich mit dem Schnittgut mulchen?

Prinzipiell ja, jedoch ist zu beachten, dass es sich um ein Nadelgehölz handelt. Das Schnittgut eignet sich besser für Moorbeetpflanzen wie Rhododendron, Azaleen oder Heidelbeeren.

Unter der Mulchschicht an meinen Johannisbeeren hat sich ein Pilzgeflecht gebildet. Ist das schädlich?

Nein, es stellt mit großer Sicherheit keine Gefahr für die Beeren dar. Der Pilz wird sich sicherlich nur Nährstoffe aus dem Verrottungsprozess des Mulches holen.

Hilft Wasserspeichergranulat gegen das Austrocknen von Blumenampeln?

Wasserspeicher für Kästen, Kübel und Ampeln gibt es viele. Eine Kombination aus mehreren ist in den heißen Sommern sinnvoll. Wasserspeichergranulat ist in seiner Wirkung nicht sehr groß. Eine zusätzliche Bewässerungskugel oder Flasche sind als Ergänzung angebracht. Abends Ampeln abnehmen und Tauchen, damit sich die Erde richtig vollsaugt und das Wasser beim Gießen nicht nur durchläuft. Eine Alternative ist eine Tröpfchenbewässerung über Schläuche mit zentralem Wasserreservoir.

Kann ich schon Stauden auspflanzen?

Ja, Stauden können jetzt schon in den Boden. Es ist eine gute Pflanzzeit. Lockern Sie den Wurzelballen auf und geben Sie etwas Kompost mit in das Pflanzloch. Nun noch ordentlich wässern, und die Pflanzen haben einen guten Start.

Was kann ich gegen Sauerklee in meinem Steingarten tun?

Horn-Sauerklee ist ein Gewinner des Klimawandels. Die Bekämpfung ist sehr langwierig und aufwendig. Es hilft nur, ihn vor der Blüte zu entfernen und so viel Wurzelwerk wie möglich herauszustechen. Dies sollte so oft wie möglich wiederholt werden, da kleinste Wurzelausläufer zur Regeneration der Pflanze führen.

Zusammengestellt von Susanne Plecher.

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