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Kind pflanzt Blumen ins Gemüsebeet.
Durch das Gärtnern kann Kindern spielerisch das Wachstum und die Pflege von Pflanzen sowie die Ernte nähergebracht werden. Foto: djd/www.lehmann-natur.com

Reiche Ernte im Gemüsebeet

Dresden – Die Arbeit im eigenen Garten ist eine beliebte Freizeitbeschäftigung: Bei einer aktuellen Verbrauchs- und Medienanalyse (VuMA) gaben knapp 24 Millionen Deutsche ab 14 Jahren an, mehrmals im Monat zu gärtnern. Zudem liegen Urban Gardening, also das gemeinschaftliche Gärtnern an öffentlichen Plätzen, und das Thema Selbstversorgung im Trend. Tomaten, Paprika, Auberginen oder Gurken aus eigenem Anbau schmecken einfach besser. Außerdem kann man hier selbst dafür sorgen, dass keine Pestizide oder andere Chemikalien mitgeerntet werden. Dafür ist unter anderem Saatgut von hoher Qualität wichtig.

Öffentliche Flächen gemeinsam nutzen

 Es ist umweltschonend und macht Freude: Die Saat auf öffentlichen Flächen auszubringen, das ist nicht nur ökologisch, sondern vereint Menschen mit ihren verschiedenen Fähigkeiten und unterschiedliche Altersgruppen. Am Ende bildet sich eine soziale Gemeinschaft, die ihre kleinen Stadtgärten hegt und pflegt. 

In vielen Städten Deutschlands wurde so „Essbare Gärten“ angelegt oder aber von den Kommunen Flächen freigegeben, die fürs gemeinsame Gärtnern geeignet sind. Sie befinden sich meist in Baulücken oder auf Brachen und haben – anders als Kleingartenvereine – keine Garantien für einen Fortbestand. Denn diese Flächen unterliegen städtischen Planungsprozessen und könnten sogar bebaut werden.

Gemeinschaftsgärten in der sächsischen Landeshauptstadt

Mit Stand von Januar 2022 gibt es laut Amt für Stadtgrün und Abfallwirtschaft etwa 35 Projekte. 31 davon sind gemeinschaftlich bewirtschaftete Flächen mit Boden- und Hochbeeten, vier davon sind Stadtäcker. 

17 Initiativen sind sogenannte „Baumscheiben“ oder eine „Essbare Stadt“. Dafür teilen sich verschiedene Eigentümer in rund vier Hektar; 2,2 Hektar davon gehören der Stadt Dresden. Das sind etwa Park- und Grünanlagen, Kleingärten, der Annengarten Löbtau – Neuer Annenfriedhof oder auch ehemalige Landwirtschaftsflächen.

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Es grünt so grün

Längs der Magdeburger Straße wurde der sogenannte Grünzug (beginnt am Kraftwerk Mitte und soll bis zur Bienertmühle fortgesetzt werden) errichtet. Parkähnliche Flächen sowie ein Rad- oder Spazierweg werden hier kilometerweit aufs angenehmste verbunden. Hier bringen Menschen den Stadtgarten am Alberhafen oder den Menageriegarten in der Friedrichstraße zum Blühen. Das ist eine Bereicherung für die Artenvielfalt und ökologisch wertvoll. Gemeinschaftsbeete, Spiel- und Sportangebote wie etwa Klangröhren, ein Tanzglockenspiel oder Kistentrommeln locken zum individuellen Musizieren. Geplant sind Stelen. Hier werden Spaziergänger in Zukunft über die Geschichte der Stadtgärten informiert. Ein Projekt also, was verschiedene Menschen in verschiedenen Altersgruppen vereint. Sie genießen es, wenn die Saat ihrer Arbeit aufgeht. Und nicht zuletzt freuen sich auch all jene, die an diesen Plätzen vorbeikommen oder aber sie gezielt ansteuern. Denn es sind kleine Oasen in einer urbanen Stadt.

Das Projektteam lädt zur Teilnahme ein. Eintragen darf man sich hier.  

Gärtnern ohne Chemie

Egal, ob im öffentlichen Raum oder im eigenen Beet: Die richtigen Samen sind die wichtigste Grundlage für gesundes, nährstoffreiches Gemüse aus eigenem Anbau. Traditionelle Gemüsesorten sind – anders als Exoten – oft sehr gut an die Bodenbedingungen und unser Klima angepasst. So können oftmals auf künstliche Düngemittel und chemische Pestizide verzichtet und dennoch ein hoher Ertrag gesunder Früchte erwartet werden. Hier gilt die Faustregel: Um auch noch in den Folgejahren eine gute Ernte einzufahren, muss das Saatgut samenfest sein. Die Samen sollten also aus den Pflanzen gesammelt werden, um daraus im nächsten Jahr neue Pflanzen ziehen zu können. Ein Blick auf die Verpackung hilft dabei. Denn Samenfestes Saatgut ist immer gekennzeichnet und ist oftmals in Bio- und Demeter-Qualität verfügbar. Demeter ist der älteste Bioverband Deutschlands. Er setzt sich mit strengsten Richtlinien für einen biodynamischen und nachhaltigen Anbau ein.

Wer verträgt sich mit wem?

Besonders umweltfreundlich ist der Gemüseanbau nach Permakultur-Prinzipien. Hier wird ein eigenes naturnahes Ökosystem nachgeahmt. Der Schwerpunkt liegt auf der Förderung einer Vielfalt von Pflanzen und Tieren, die sich gegenseitig unterstützen, so die Produktion optimieren und einen positiven Beitrag für das Klima leisten. 

Katrin Fiedler/djd

SZ-Lebensbegleiter Tipp:

So gelingt Ihre Gartenarbeit:

 In Dresden entsteht ein Infogarten. Alle, die einen Ort für Kommunikation suchen oder sich erkundigen möchten, wie die Elbwiesen nutzbar sind, können nahe der Waldschlösschenbrücke, unterhalb des Kleingartenvereins „Erlenweg“ (Neustädter Seite) Ansprechpartner finden. Geleitet wird dieses Projekt vom Amt für Stadtgrün und Abfallwirtschaft.

Hier finden Sie einen Lageplan.

  • Dresden hat ein „Gartennetzwerk“. Es ist ein offener Verbund. Hier finden Sie Infos zu den vielfältigen Aktivitäten. 
  • Sie möchten in Gemeinschaft gärtnern? Hier ist die Adresse [email protected] zum Gartennetzwerk Dresden. Einfach Kontakt aufnehmen und nach Ansprechpartnern zu den verschiedenen Projekten fragen. 
  • Auf der Internetseite   des Netzwerkes finden Sie viele Eindrücke.
  • Hobbygärtner sollten darauf achten, stets die passenden Pflanzen nebeneinanderzusetzen. Tomaten und Basilikum beispielsweise passen nicht nur auf dem Teller gut zueinander, sondern können auch zusammen gepflanzt werden und so gegenseitig ihr Wachstum begünstigen. 
  • Das Säen eines Blühstreifens oder bienenfreundlichen Saatguts fördert den Erhalt von Bienen und Nützlingen.
  • Unter Lehmann Natur gibt es im Internet Tipps und Erklärungen zur Permakultur.
  • Lesetipp: Das „Beet in der Kiste“

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