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Winterwandern im Harz

Für eine Rast im Winter Wonderland Oberharz bietet sich das Polsterberger Hubhaus an. Foto: Jana Zieseniß

Oberharz – Tief durchatmen in der frischen Winterluft, weit ausschreiten auf einsamen Wanderpfaden und von den Höhenwegen eine glasklare Fernsicht genießen: Der Oberharz am Brocken ist in der kalten Jahreszeit ein reizvolles Wanderrevier. Denn die Urlaubsregion im westlichen Sachsen-Anhalt liegt abseits der touristischen Hotspots, aber ist aus vielen Richtungen gut erreichbar.

Aus den beschaulichen Bergorten führen zahlreiche Wege in die Natur. Im Nationalpark Harz gibt es Routen für leichte Spaziergänge bis zu anspruchsvollen Fernwanderungen. Für eine leichte Wanderung eignet sich etwa der zweistündige Rundweg um die Königshütter Talsperre bei Elbingerode. Zu Beginn lohnt sich ein Abstecher hinauf zur Ruine Königsburg, dann geht es auf bequemen Forstwegen ohne Steigungen am Ufer des Stausees entlang. An der Burgruine und der Staumauer können sich aktive Wanderinnen und Wanderer einen Stempel der „Harzer Wandernadel“ holen und beeindruckende Aussichten bis zur kahlen Kuppe des Brockens und zum Skigebiet am Wurmberg genießen.

Übrigens: Die höchste Dichte an präparierten Winterwanderwegen im Harz gibt es rund um das Brockenmassiv. 22 Wasserwanderwege durchziehen den Oberharz und bringen Wanderern die Region und ihre Wasserwirtschaftlichen Bauwerke näher, die seit 2010 als „Oberharzer Wasserwirtschaft“ zum Unesco-Weltkulturerbe gehören.

Wildromantische Täler entdecken

Ob mit oder ohne Schnee: Den urtümlichen Harz kann man im Winter auf einer Wanderung durch das Naturschutzgebiet Elendstal erleben. Hier fließt die Kalte Bode durch einen urigen Mischwald, der Flusslauf sprudelt über die Felsen und das idyllische Tal wird von mächtigen Klippen gesäumt. Die sieben Kilometer lange Strecke zwischen den Harzorten Elend und Schierke ist auch für ältere Menschen gut zu bewältigen, unterwegs warten kleine Rodelhänge, falls die Enkel auch dabei sind. Wenn ausreichend Schnee liegt, werden im Oberharz Loipen gespurt. In den Bergdörfern starten die Langlaufstrecken genau wie die Wanderwege direkt vor der Tür. Alle Touren mitsamt ihren Sehenswürdigkeiten sind auf der Webseite der Tourist-Information Oberharz abrufbar, können ausgedruckt oder per App heruntergeladen werden. Dort findet man auch gemütliche Unterkünfte, darunter viele ruhige Ferienhäuser und Apartments sowie aktuelle Ausflugs- und Veranstaltungstipps in der Region.

Theater in der mächtigen Tropfsteinhöhle

Sehenswert sind auch die Tropfsteinhöhlen in Rübeland. In der Hermannshöhle tun sich zwischen bizarren Felsgebilden tiefe Schluchten auf, stimmungsvoll beleuchtete Kristalle funkeln wie Edelsteine, und in einem unterirdischen See leben Deutschlands einzige Grottenolme. In der Baumannshöhle wird im gewaltigen Goethesaal Erlebnistheater gespielt. In der Wintersaison stehen „Der kleine Prinz“, „Die Schneekönigin“ und „Eine Weihnachtsgeschichte“ auf dem Programm. An den Adventswochenenden laden die Orte im Oberharz zu beschaulichen Weihnachtsmärkten ein. Ein Highlight ist der Wild-West-Weihnachtsmarkt in der Westernstadt Pullman City bei Hasselfelde, mit freiem Eintritt und Winterwonderland für die ganze Familie.

Anette Rietz/djd

SZ-Lebensbegleiter Tipp:

Unser Buchtipp für Sie:

Der Reisebuchverlag MairDumont hat in der Buchreihe „Eskapaden“ den Harz im Programm. In diesem Reiseführer werden 52 kleine und große Ausflüge im Harz empfohlen. Als Geheimtipp für Wintertouren im Oberharz gilt Eskapade #41 mit dem 7 Kilometer langen Rundweg „Auf der Huttaler Widerwaage“. Er führt an den kleinen Kanälen des Dammgrabens entlang an verschneiten Tannen. So lässt sich die Mystik des Harzes pur genießen. 

Das Reisebuch der Autorin Jana Zieseniß kostet 16,96 Euro (D)(MairDumont). Karten mit allen Touren stehen zum Download zur Verfügung.

@Mairdumont Ostfildern

Rast-Tipp: Auf halbem Weg erwartet das Polsterberger Hubhaus  die hungrigen Wanderer mit Slow-Food-Speisen und heißen Getränken. Saisonstart: 27. Dezember, täglich geöffnet bis 8. Januar 2023 von 11 bis 18 Uhr.

Start und Ende des Rundwegs: Kostenfreier Parkplatz Entensumpf an der B242.

Beste Zeit: Ganzjährig und vor allem im Dezember, Januar und Februar als Schneetour.

Dauer und Strecke: 2-3 Stunden reine Gehzeit, Länge 8 Kilometer. Zeit für eine gemütliche Rast unbedingt mit einplanen.

Ausrüstung: Wetterfest.

Bitte lesen Sie auch zum Thema unsere Wandertipps für Senioren.
In unserem Beitrag „Einmal um die Welt wandern“ finden Sie ein Porträt zweier betagter Mitglieder des Dresdner Wanderer- und Bergsteigervereins.

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